| Der antike Beichtstuhl ist 1796 speziell für die Familie Coll angefertigt worden. Da die Familie stets 6 bis 7 Kinder hatte, die in der Mehrzahl männlich waren, war es seit alters her für die Söhne obligatorisch Berufe militärischer, religiöser und politischer Natur zu erlernen. Festgelegt war ebenso, daß der erstgeborene Sohn immer für die Verwaltung des Gutes zuständig war.
Diese Regelung half der Familie ihre Macht und ihren Einfluß auf allen Gebieten zu wahren.
Eigene Familienkapellen befanden sich damals ausschließlich nur in Schlössern, in deren Familie ein Nachkomme das Priesteramt erlernte und ausübte.
Vor ca. 3 Generationen blieb der bis dahin gewohnte Kindersegen aus, so daß auch das obligatorische Priesteramt nicht mehr definitiv belegt werden konnte. Aus diesem Grund wurde ein Teil der Familienkapelle abgeteilt, um externen Priestern sonntäglich eine Umkleidemöglichkeit geben zu können.
Die Kapelle wurde ebenfalls auf alten römischen Ruinen erbaut und war bis zum 19. Jahrhundert vom Schloß getrennt. Sie wurde dem Heiligen Sebastian gewidmet und erstmals offiziell eingeweiht, als sie in das Schloßanwesen integriert wurde.
Antike Kostbarkeiten in dieser Kapelle sind unter anderem:
- der Altar aus dem Jahre 1660
- das goethische Kreuz für die Prozessionen
- ein Harmonium, sowie
- div. Originalgemälde und Kupferstiche
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